4. Modellstadtteil Vauban - Übersicht & Meilensteine

Das Quartier Vauban in Freiburg entsteht auf einem ehemaligen, 42 Hektar großen Kasernenareal, welches bis 1992 von französischen Streitkräften genutzt wurde. Das Gelände liegt am südlichen Stadtrand, rund 3 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt

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Lage des Quartiers Vauban und die Busverbindungen vom Freiburger Stadtzentrum

Karte 1: Lage des Quartiers Vauban und die Busverbindungen vom Freiburger Stadtzentrum

Bis zum Jahr 2006 entstehen in Vauban 2000 Wohneinheiten sowie Misch- und Gewerbeflächen. 5000 Einwohner sollen den neuen Stadtteil einmal bevölkern, zur Zeit (Frühjahr 2003) leben dort bereits 3300 Menschen.

Kapitel 4.1: Der Entwicklungsrahmen für das Quartier Vauban

Verantwortlich für das Gesamtprojekt, das im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme durchgeführt wird, ist die Stadt Freiburg. Sie verfolgt vor allem das Ziel, innerhalb der Stadtgrenzen Baugrundstücke hoher Qualität für junge Familien anzubieten. Damit soll der Abwanderung ins Umland mit den negativen Folgen Landschaftszersiedlung und Pendlerverkehr entgegen gewirkt werden. Die Stadt Freiburg hat als Eigentümerin des Geländes noch vor Erstellung des städtebaulichen Entwurfs die folgenden Ziele formuliert, welche den Rahmen für die Entwicklung des neuen Stadtteils setzen:

  • Verdichtetes, flächensparendes Bauen in Innenstadtnähe, ,
  • Mischung von Wohnen und Arbeiten (neben dem Wohngebiet wird ein Misch- sowie ein Gewerbegebiet ausgewiesen),
  • Schaffung von Wohnraum für verschiedene soziale Gruppen,
  • Kleinteiligkeit der Parzellierung, Vielfalt in der Baustruktur,
  • Erhaltung/Weiterentwicklung bestehender und Schaffung neuer Naturräume, Regenwasserversickerung,
  • Förderung öffentlicher Verkehrsmittel (Bus- und Stadtbahnanschluß) sowie des Fußgänger- und Fahrradverkehrs,
  • Anschluß aller Gebäude an die Nahwärmeversorgung und obligatorische Niedrigenergiebauweise,
  • Entwicklung eines Stadtteilzentrums mit Geschäften für den täglichen Bedarf,
  • Familien- und Kinderfreundlichkeit u.a. durch Errichtung einer Grundschule und Betreuungseinrichtungen für Kinder.

Weitere Besonderheiten im offiziellen Projektmanagement sind das Postulat der "Lernenden Planung", die Integration politischer Akteure mit Hilfe einer gemeinderätliche Arbeitsgruppe Vauban, die Ermöglichung einer erweiterten Bürgerbeteiligung und die Anerkennung des Bürgervereins Forum Vauban als dessen Träger.

Die wichtigsten Meilensteine der Stadtteilentwicklung

Eingang Vauban: Pippi-Langstrumpf auf SUSI Haus A Bild 6: Quartier Vauban: "Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt"

1994 Städtebaulicher Ideenwettbewerb, Siegerentwurf von Kohlhoff & Kohlhoff, Stuttgart; Ende 1995: Städtebaulicher Entwurf
1996 Offenlage Bebauungsplan, Beginn der Grundstücksvermarktung im ersten Bauabschnitt
1997 Geländesanierung und Erschließung; Ende 1997: Bebauungsplan rechtskräftig
1998 Baubeginn der ersten privaten Bauleute; Sep. 98: Einzug der ersten neuen Bewohnerinnen und Bewohner; Vermarktung zweiter Bauabschnitt; Projektstart für die Quartiersarbeit zum sozialen und kulturellen Aufbau im Stadtteil
2002 Zweiter Bauabschnitt ist nahezu vollständig bezogen
2003 Geländesanierung und Erschließung des dritten Bauabschnitts
2006 (31. Dezember) Abschluss der Entwicklungsmaßnahme

Kapitel 4.2: Die Initiative für einen nachhaltigen Modellstadtteil

Die Initiative für einen nachhaltigen Modellstadtteil ist unmittelbar verknüpft mit der Arbeit des Forum Vauban. Das Forum hat gemeinsam mit der Stadtverwaltung und anderen Partnern das Projekt "Nachhaltiger Modellstadtteil Vauban" ins Leben gerufen. Das Ziel hierbei ist, in einem kooperativen Prozess die Entwicklung eines Stadtquartiers zu fördern, das ökologischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Erfordernissen in besonderer Weise gerecht wird. Die über städtische Vorgaben hinausgehenden Inhalte wurden im erweiterten Bürgerbeteiligungsprozess entwickelt. Als wichtigste sind hiervon zu nennen:

  • die Förderung autofreien Wohnens, kombiniert mit einem spezifischen Verkehrskonzept innerhalb des Quartiers sowie alternativen Mobilitätsangeboten, hierauf wird nachfolgend im besonderen eingegangen,
  • die starke Unterstützung des Bauens in selbst organisierten Gruppen (private Baugruppen, Wohngenossenschaften) zur Entwicklung lebendiger Nachbarschaften sowie zur Integration mittlerer und unterer Einkommensgruppen ins Quartier,
  • die Ausweisung spezieller Areale zur Errichtung von Passivhäusern und die Nahwärmeversorgung über ein "Holz-BHKW" sowie
  • die Einrichtung eines zentralen Marktplatzes und eines Nachbarschaftszentrums: http://www.haus037.de.

In den Bereichen Energieeinsparung, Verkehrsreduzierung, soziale Integration und Entwicklung nachhaltiger Nachbarschaften konnten beachtliche Erfolge erzielt werden.

Nachfolgend wird ausschließlich auf das Verkehrskonzept und die mobilitätsrelevanten Belange sowie die dem zugrunde liegenden Rahmenbedingungen und Organisationsstrukturen eingegangen. Weitere Informationen zu Konzepten, Maßnahmen, Ergebnissen und Erfahrungen in den Bereichen Energie, Bauen (gemeinschaftlich, ökologisch), Grünflächengestaltung und soziale Quartiersarbeit können über die Homepage des Forum Vauban (http://www.forum-vauban.de) sowie die dort verzeichneten Quellen abgerufen werden.

Das Forum Vauban begann seine Arbeit im Herbst 1994 mit einer Handvoll Freiwilliger, vorwiegend Studenten und Mitglieder der Umweltbewegung. Mit dem Erhalt von Fördergeldern schuf der Verein einige moderat bezahlte Stellen für Hochschulabsolventen, die gerade ins Berufsleben starteten. Die Kombination von Idealismus, Fachwissen und (allerdings eng begrenzter) ökonomischer Möglichkeiten verhalf der Arbeit des Forums zu Durchbruch. Der Beteiligungsprozess, verbunden mit einer Öffentlichkeitskampagne mobilisierte die ersten neuen BewohnerInnen, zusammen zu kommen, ihre Ideen einzubringen, Baugemeinschaften zu gründen und damit aktive BürgerInnen von Vauban zu werden. Das Forum half tatkräftig, dass sich die notwendigen Partner finden konnten: BürgerInnen und Bauinteressierte, Architekten und Ingenieure, Finanzexperten sowie Menschen mit Gemeinschaftsbauerfahrung und andere.

Aufgrund der langjährigen ökologische Orientierung der Stadt Freiburg und der vielen hier ansässigen Initiativen konnte auf eine breite Basis an technischem Know How zurückgegriffen werden.

Die erweiterte Bürgerbeteiligung Vauban wurde im Frühjahr 1995 von der Stadt Freiburg ins Leben gerufen. Im ebenfalls in Freiburg neu zu entwickelnden Stadtteil Rieselfeld wurde die Bürgerbeteiligung mit unzureichendem Ergebnis durch die Kommunalentwicklung Baden-Württemberg aus Stuttgart durchgeführt. Im Fall Vauban bewarb sich bereits frühzeitig das Forum Vauban um die Trägerschaft der Bürgerbeteiligung und wurde schließlich von der Stadt auch als solcher anerkannt. Damit verbunden war die Zusage einer jährlichen institutionellen Grundförderung sowie die Berufung in die gemeinderätliche Arbeitsgruppe Vauban (GRAG) mit beratender Stimme. In der GRAG werden alle für den Stadtteil relevanten Entscheidungen besprochen, bevor sie dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt werden. Unter dem bereits erwähnten Motto der "Lernenden Planung" konnten so durch das Forum Vauban und die in ihm organisierten zukünftigen Bürger viele Entscheidungen noch massgeblich beeinflusst werden, die durch die Planung der Verwaltung als bereits fest und ausgearbeitet galten.

Kurzer Rückblick: Arbeitsweise des Forum Vauban 
Besprechung bei der Geschäftsstelle VaubanBild 7: Besprechung bei der Geschäftsstelle Vauban 

Seit 1995 organisiert das Forum Vauban die Bürgerbeteiligung in Form regelmäßig tagender Arbeitskreise und anderer Informations- oder Beteiligungsveranstaltungen.

Aus der Arbeit der Arbeitskreise kristallisierte sich das Ziel des "sozial-ökologischen Modellstadtteils" Vauban heraus und wurde in der Folgezeit immer weiter konkretisiert.

Die AKs der erweiterten Bürgerbeteiligung sind offen für alle Interessierten. Darüber hinaus beschäftigt das Forum Vauban hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vergibt Aufträge an externe Fachleute und Institutionen. Die Hauptarbeit der fand in den Jahren 1996 bis 1999 statt im Rahmen der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und des EU-Umweltprogramms LIFE geförderten Projekte "Fachliche Begleitung der erweiterten Bürgerbeteiligung" sowie "Umsetzung des nachhaltigen Modellstadtteils Vauban".

Seit 1999 ist das Forum zuständig für die Koordination der Quartiersarbeit zum Aufbau einer sozialen und kulturellen Infrastruktur im neuen Stadtteil.

Ein geschichtlicher Rückblick findet sich im Anhang geschichtevauban.pdf sowie im Internet unter http://www.forum-vauban.de/geschichte.shtml. Die Geschichte des Verkehrskonzeptes Vauban wird in Kapitel 5.1 beschrieben. geschichtevauban.pdf 

Das Projekt Freiburg-Vauban hat als städtebauliche Entwicklungsmaßnahme nach dem Baugesetzbuch einen speziellen Status sowie ein eigenes Budget (85.000.000€), das von der städtischen Projektgruppe Vauban in Kooperation mit der Kommunalentwicklung LEG Baden-Württemberg GmbH verwaltet wird. Die Einnahmen zur Planung und Entwicklung der Infrastruktur (incl. Altlastensanierung, Kindergärten, Grundschule und Nachbarschaftszentrum) stammen aus Krediten, aufgenommen durch die Stadt Freiburg für das Projekt, sowie zu einem kleinen Teil aus dem Landessanierungsprogramm Baden-Württemberg (5.000.000€). Alle Kredite müssen über den Verkauf der Baugrundstücke refinanziert werden. Als ganzes erhält das Vauban-Projekt keine weitere Finanzierung. Bauleute und Gemeinschaftsbauprojekte erhalten natürlich die üblichen Förderungen (Eigenheimzulage), zinsgünstige Kredite und Steuererleichterungen, die von der Bundesrepublik Deutschland sowie dem Bundesland Baden-Württemberg gewährt werden.

Für den vom Forum Vauban organisierten Beteiligungsprozess und die soziale Quartiersarbeit wurden zwischen 1995 und 2000 insgesamt rund 200.000 € aus dem Budget der Entwicklungsmaßnahme bereitgestellt (1995-2002). Im Doppelhaushalt 2003 / 2004 der Stadt Freiburg sind jährlich 30.000€ für die Quartiersarbeit enthalten. Weitere finanzielle Unterstützung erhielt das Forum von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (1996-2002: ca. 200.000€), durch das LIFE-Programm der Europäischen Union (1997-1999: ca. 700.000€) sowie einige andere Institutionen. Unter Hinzuzählung der Mitgliedsbeiträge, Spenden und moderaten ökonomischen Einnahmen (Sponsoring, Ausstellungen, Publikationen, etc.) ergibt sich ein Gesamtbudget des Vereins von rund 2.000.000€ als Summe über die Jahre 1995-2001. Die sicheren jährlichen Einnahmen des Forum Vauban durch Mitgliedsbeiträge betragen demgegenüber nur 10.000€. Das Forum Vauban e.V. besitzt über die Mitgliedsbeiträge hinaus über keine weitere Grundfinanzierung. Projektanträge und Akquisition sind auf ein hohes ehrenamtliches Engagement angewiesen.

Finanzielle Rahmenbedingungen 

Kapitel 4.3: Die besondere Rolle des Forum Vauban e.V. als Intermediär

Eine besondere Funktion des Forum Vauban besteht in der Vermittlung teils auseinanderstrebender Vorstellungen zwischen unterschiedlichen Akteuren und Institutionen: zwischen BürgerInnen und Bürgergruppen, Gewerbetreibenden, sozialen Institutionen, Vertretern politischer Parteien sowie der die Planungshoheit ausübenden öffentlichen Verwaltung. Der Verein steht als "Intermediär" zwischen diesen Akteuren mit dem Anspruch, zwischen ihnen vermitteln und einen Interessenausgleich zu bewirken. Gleichzeitig hat das Forum aber auch die Rolle eines Interessenvertreters, ist in diesem Sinne also selbst Akteur mit einem klar umrissenen politischen Profil. Diese beiden Funktionen sollen hier kurz beleuchtet werden.

Die Rolle des Forums als Intermediär leitet sich in erster Linie aus der organisatorischen Stellung des Vereins ab. Als unabhängiger Träger der erweiterten Bürgerbeteiligung und der sozialen Quartiersarbeit steht das Forum zwischen Verwaltung und Bürgerschaft mit einem "direkten Draht" in beide Richtungen. In dieser Funktion wird es von allen Seiten geschätzt. Das Forum ist seit 1995 im Quartier tätig und kann Bedürfnisse vor Ort unmittelbar aufnehmen. Unter anderem gibt es seit 1996 eine regelmäßig erscheinende Stadtteilzeitung heraus. Es ist ferner bei Problemen in der Nachbarschaft erster Ansprechpartner. Auf der anderen Seite ist der Verein durch seinen Sitz in der gemeinderätlichen Arbeitsgruppe Vauban (Sonderausschuss des Freiburger Gemeinderates) direkter in die öffentlichen Planungs- und Verwaltungsstrukturen eingebunden, als das bisher für Bürgervertretungen üblich ist. Darüber hinaus nehmen Vertreter des Forum Vauban e.V. Einfluss auf die Gestaltung des Stadtteils bei den zahlreichen Treffen mit Vertretern einzelner Fachverwaltungen. Die folgende Grafik stellt die wichtigsten Akteurskonstellationen während der Planungs- und Bauphase dar:

Abbildung 9:

Akteurskonstallationen im Vauban-Projekt Akteurskonstallationen im Vauban-Projekt

Neben diesen eher formalen Gesichtspunkten zeigt sich die besondere Stärke des Forum Vauban in der allgemeinen Akzeptanz, die es in weiten Teilen des Quartiers genießt. Viele Menschen betrachten das Forum als ihre Organisation. Ein Beleg hierfür ist die für einen lokalen Bürgerverein recht beachtliche Mitgliederzahl von ca. 300 Haushalten (bei ca. insgesamt 1.100 Haushalten im Quartier Ende 2002). Durch sein Engagement hat der Verein sich einen Vertrauensbonus erarbeitet und es wird ihm zugetraut, in der Stadtverwaltung auch etwas im Sinne des Quartiers bewegen zu können. Wichtig ist außerdem die Tatsache, dass das Forum als lokale Bürgerinitiative gegründet wurde, bevor es von der Stadt den Auftrag zur Organisation des Beteiligungsprozesses erhielt, und sich immer um eine breite Verankerung in der Bürgerschaft bemüht hat. Dem folgt eine aktive politische Lobbyarbeit für Belange des Quartiers.

Das Forum Vauban genießt somit als Impulsgeber für die Quartiersentwicklung beachtliches Ansehen. Ein wichtiger Meileinstein auf dem Weg dorthin war die Initiierung einer fachlichen Begleitung für den Beteiligungsprozesses Anfang 1996. Mit finanzieller Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt konnte das Forum Vauban eigenes Know How entwickeln und hauptamtliche MitarbeiterInnen einstellen, sowie zu Einzelfragen externe Sachverständige beauftragen. Auf diese Weise wurden konkrete Änderungsentwürfe zur offiziellen Planung (Städtebaulicher Entwurf, Bebauungsplanentwurf) erstellt und zum Teil durchgesetzt. Auch zu praktischen und baulichen Fragen (Baugruppenberatung, Bauökologie, etc.) stand mit dem Forum frühzeitig ein qualifizierter, von der Stadtverwaltung unabhängiger Vauban-bezogener Ansprechpartner und Projektinitiator zur Verfügung. Modellprojekte wie die Genova-Wohngenossenschaft oder der Verein Stadtteilzentrum Haus 037 e.V. wurden aus dem Forum heraus gegründet, andere durch Fachseminare, Publikationen oder persönliche Beratung.

Diese Kombination von Bürgerbeteiligung und Interessenvertretung ist natürlich nicht frei von Problemen und Widersprüchen. So schließt das inhaltliche Profil des Forums zwangsläufig die Vertretung bestimmter Interessen aus. Da der Verein sich für Stellplätze am Rande des Quartiers ausspricht, die ausschließlich von den Autobesitzern und nicht wie üblich von allen Haushalten zu finanzieren sind, können sich diejenigen natürlich nicht vertreten fühlen, die möglichst preiswert vor der eigenen Haustür parken wollen. Eine strikte Neutralität des Intermediärs ist jedoch weder sinnvoll noch wünschenswert. Mit einer solchen Einstellung hätten innovative Vorhaben wie im Fall des Modellstadtteils Vauban kaum eine Realisierungschance und es würde sich nur immer wieder die "Macht des Althergebrachten" durchsetzen. Wichtig für die Arbeit des Intermediärs sind jedoch grundsätzliche Offenheit gegenüber allen Argumenten und ein Gespür für die Mehrheitsfähigkeit innovativer Konzepte und Maßnahmen (vgl. Epp u.a. 1995, Sperling 1999). Die Entwicklung des Verkehrskonzeptes Vauban ist ein gutes Beispiel für die besondere Rolle, die ein Intermediär bei der Erarbeitung und Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen spielen kann.

Mit der Übertragung der Koordination sozialer Quartiersarbeit an das Forum Vauban ist Anfang 2000 die quartiersinterne Netzwerktätigkeit wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt. Neben der quartierspolitischen Arbeit ist der Aufbau einer sozialen Infrastruktur zur Hauptaufgabe geworden. Diese reicht von der Förderung und Vernetzung von Bewohnerinitiativen bis zur Vermittlung bei Konflikten innerhalb des Quartiers. Über gemeinsame Feste, Kultur- und Sportveranstaltungen, Aktionen von Geschäftsleuten und Wochenmarktbetreibern, Nachbarschaftshilfe, Gesprächskreise, kirchliche Aktivitäten und vieles mehr entsteht Schritt für Schritt eine den Bedürfnissen angemessene Alltagskultur im Quartier.

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