• Pippi Langstrumpf
    Pippi Langstrumpf
  • Einräder auf der Vaubanallee
    Einräder auf der Vaubanallee
  • Solarsiedlung
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  • Marktplatz vor Haus 037
    Marktplatz vor Haus 037
  • Grünfläche Nordwest
    Grünfläche Nordwest
  • Winter in der Gropiusstrasse
    Winter in der Gropiusstrasse

Der Marktplatz

Seit dem Beginn der Planung des neuen Stadtteils besuchten uns viele Architekten und Stadtplanerinnen, auch aus Frankreich. Vor allem diesen war stets klar, dass der Marktplatz einer Gemeinde ins Zentrum gehört: Die Wege bleiben kurz und der Marktplatz im Zentrum ermöglicht Feste, Kommunikation und – einen regelmäßigen Wochenmarkt. Nichts dergleichen war von der Stadt zu Anfang geplant – die Bürger mussten sich mit diesem Wunsch erst gegen die Stadtverwaltung durchsetzen: Das Grundstück sollte – anders als im Rieselfeld – vermarktet werden, auch die Erhaltung oder der Bau eines Stadtteilzentrums war nicht geplant.

Nach den Ideen der Stadt sollte der Platz vor der Karoline-Kaspar-Grundschule die Funktion eines Marktplates erfüllen: Der Paula-Modersohn-Platz war jedoch durch den zweimaligen Anbau der Grundschule zu klein geworden, zu nah an den Fahrspuren der Busse (Kinder die sich von der Hand der Eltern losreissen hätte vergleichweise leicht unter die Räder kommen können) und vor allem hätten die Bewohner am westlichen Ende einen Fussweg von 800 m gehabt – für einen Stadtteil der kurzen Wege nicht zumutbar.

Es dauerte dann viele Jahre – insgesamt 10 – bis die Verwaltung den Wunsch der Bürger umsetzte. Höhepunkt der Entscheidung war eine öffentliche Versammlung im Stadtteilzentrum Haus 037, bei der die Bürger den Oberbürgermeister einluden um sich erklären zu lassen, warum der Marktplatz nicht ins Zentrum kommen könne. Es stellte sich dabei zum einen heraus dass der OB Salomon darauf auch keine rechte Antwort wusste und den Argumenten der Bürger folgen konnte. Zu, anderen stellte sich heraus, dass es bereits ganz zu Anfang Pläne der Stadt für einen Marktplatz in der Mitte gegeben hatte – aus irgendweinem Grund waren diese Pläne den Bürgern in den Gesprächen jedoch stets voranthalten worden.

So kam es schlussendlich zum Marktplatz am rechten Fleck. Zwar wollte die Stadt dann nur eine Minimalversion (mit Asphalt) bezahlen, die Bürger aber legten sich einmal mehr ins Zeug und erreichten, dass die Firma Birkenmaier geeignete Pflastersteine mit Verlegung zum selben Preis wie der Asphalt gesponsort hatte. Für die Marktbeschicker ist es wichtig, einen Platz zu haben der sich im Sommer nicht zu sehr aufheizt: Gemüse welkt nach wenigen Stunden auf einem glühenheissen Asphalt.

Später kam es duch Initiative des AK Kunst und anderen zum Bau eines kleines Brunnens in Form eines künstlerisch verkleideten Wasserhahns für den Stadtteil, warüber sich natürlich in erster Linie die Marktlieferanten freuen.

Ein Quicktime-Panorama von Alex Müller-Clemm, 7.11.2008

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