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3. Fahrradstadt Freiburg

Die Freiburger legen die meisten Wege mit dem Fahrrad zurück. So werden im Radverkehr von den Einwohnern der Stadt Freiburg (derzeit rund 200.000) an einem mittleren Werktag insgesamt rund 211.000 Wege zurückgelegt. Auf jeden Einwohner Freiburgs kommen somit durchschnittlich 1,1 Fahrten mit dem Fahrrad pro Tag.

Die Bewohner der Stadt Freiburg (mit einem Alter von über 6 Jahren) legen an einem mittleren Werktag durchschnittlich 4,3 Wege pro Person zurück.

Dabei ist folgende Aufteilung der Wegezwecke zu verzeichnen:

Ein Drittel der Wege der Freiburger beziehen sich auf die Berufsausübung bzw. die Ausbildung (16% Wege zum Arbeitsplatz, 6% berufliche Erledigungen, 12% zum Ausbildungsplatz).

Ein weiteres Drittel der Wege (33%) entfällt auf Einkaufszwecke sowie private Erledigungen. Das restliche Drittel setzt sich aus den Zwecken Freizeit (18%), Bringen / Abholen (6%) und sonstigen Zwecken (8%) zusammen.

Damit nimmt im Vergleich zu anderen Städten der Einkaufs- und Freizeitverkehr in Freiburg mit ca. 64% aller zurückgelegten eine sehr große Bedeutung ein.

Die Abbildungen 6 zeigen den "Modal-Split" (Verkehrsmittelwahl) in Freiburg, wie sie sich nach der Auswertung einer Haushaltsbefragung für die Einwohner der Stadt Freiburg im Binnenverkehr bzw. Gesamtverkehr ergibt.

Demnach entfallen im Binnenverkehr der Freiburger mehr als die Hälfte der Wege (52%) auf den nicht motorisierten Verkehr (NMV). Der "Umweltverbund" ("zu Fuß", Fahrrad und ÖPNV) umfasst insgesamt ca. 70% der zurückgelegten Wege. Abbildung 7:

Modal-Split im Binnenverkehr und Gesamtverkehr der Einwohner Freiburgs (aus Büro R+T 2002; Verkehrsentwicklungsplan Freiburg, A3-5, A3-13) Modal-Split im Binnenverkehr und Gesamtverkehr der Einwohner Freiburgs (aus Büro R+T 2002; Verkehrsentwicklungsplan Freiburg, A3-5, A3-13)

Im Vergleich mit anderen deutschen Städten besitzt Freiburg damit einen sehr niedrigen MIV-Anteil. Ausschlaggebend dafür ist der gleichermaßen hohe Anteil von Radverkehr und ÖPNV. Dagegen liegt der Anteil der Fußwege in derselben Größenordnung wie in Städten vergleichbarer Größe.

Zum 1.1.2000 waren in Freiburg 98.834 Kraftfahrzeuge, davon 83.286 Personenkraftwagen, registriert. Daraus ergeben sich die folgenden Motorisierungskennwerte:

  • 529 Kfz pro 1.000 Einwohner
  • 446 Pkw pro 1.000 Einwohner

Damit liegt die Pkw-Motorisierung in Freiburg in einer ähnlichen Größenordnung wie in anderen deutschen Städten der alten Bundesländer und etwas unter dem Bundesdurchschnitt von 494 Pkw/1.000 Einwohner.

Die Dichte der auf Privatpersonen zugelassenen Pkws (Pkw / 1.000 Einwohner) unterscheidet sich ganz erheblich je nach Stadtgebiet. Die deutlich geringsten Quoten auf Stadtbezirksebene weisen das Rieselfeld (238 Pkw / 1.000 Einwohner) sowie St. Georgen Süd (269 Pkw / 1.000 Einwohner) auf.

Auch die innenstadtnahen Wohngebiete verzeichnen grundsätzlich geringe Motorisierungsdichten (zwischen 300 und 400 Pkw / 1.000 Einwohner). Dagegen liegt die Motorisierungsdichte in den äußeren Ortsteilen in der Regel deutlich höher. Die höchsten Quoten weisen dabei die Stadtteile Opfingen (521 Pkw /Einwohner) und Tiengen (515 Pkw / 1.000 Einwohner) auf.

Von den 1999 in Freiburg befragten Haushalten besitzen insgesamt 75,6% einen oder mehrere Pkw.

Mehr als die Hälfte der 1-Personen-Haushalte leben ohne eigenen Pkw.

Dem gegenüber ist in 80-90% der Mehrpersonenhaushalten ein oder mehrere Pkw vorhanden. Rund 30% der Haushalte mit 3 oder mehr Personen verfügen über einen Zweitwagen. Drittwagen sind eher die Ausnahme.

Mindestens ein Fahrrad ist in 89,0% aller Haushalte vorhanden.

In den meisten Freiburger Haushalten existiert dabei mindestens ein Fahrrad pro Person. Das Motorrad hat dagegen diesbezüglich eine eindeutig nachrangige Bedeutung.

Verfügbarkeit von Pkws und Fahrrädern in Freiburger Haushalten

  Fuß Rad ÖPNV MIV
        Selbstfahrer Mitfahrer
Durchgangs- verkehr Vernachlässigbar gering Vernachlässigbar gering Nicht relevant für VEP 69.000 nicht erfasst
Ziel- / Quellverkehr Vernachlässigbar gering nicht erfasst 67.300 248.000 nicht erfasst
Binnenverkehr 180.8001 211.300 136.900 206.900 43.600

Zu Fuß werden fast ausschließlich Wege mit kurzen Distanzen zurückgelegt. Die Distanzgrenze des Fußgängerverkehrs liegt in Freiburg bei ca. 1,5 km. Über dieser Schwelle nimmt der Fußgängeranteil sprunghaft ab.

Abgesehen von der Innenstadt - deren Gestaltung als flächendeckende Fußgängerzone sehr positiv zu werten ist und auch auf große Akzeptanz stößt - gibt es in Freiburg wenige Bereiche, in denen sich Fußgänger im Straßenraum ungestört vom übrigen Verkehr bewegen können. Spezielle Maßnahmen für Fußgänger (Fußgängerzonen, verkehrsberuhigte Bereiche, etc.) sind vergleichsweise selten.

Tabelle 4: Gesamtverkehrsaufkommen Freiburg [Wege / 24h], (aus Büro R+T 2002; Verkehrsentwicklungsplan Freiburg) 1 Binnenverkehr der Einpendler nicht erfasst  Entwicklung des Modal-Split in verschiedenen Städten (aus Büro R+T 2002; Verkehrsentwicklungsplan Freiburg) Abbildung 8: Entwicklung des Modal-Split in verschiedenen Städten (aus Büro R+T 2002; Verkehrsentwicklungsplan Freiburg)

Die Stadt Freiburg verfügt derzeit über P+R-Angebote mit Stadtbahnanschluss an allen wichtigen Stadteinfahrten (10 P+R-Stationen mit insgesamt rund 2.400 Stellplätzen; Stand 07/2000).

Das P+R Angebot wird in Freiburg sehr gut angenommen. Die vorhandenen Parkstände sind in der Zeit zwischen 9:00 Uhr und 17:00 Uhr oft vollständig belegt, z. T. sogar überbelegt.

P+R-Angebote in Freiburg

Eine herausragende Bedeutung besitzt die Stadtbahnlinie 1, auf die allein rund 35% aller Fahrten entfällt. Weitere 19% der Fahrgäste werden von den aufkommensstarken Buslinien 10, 11, 12 und 14 befördert. Insgesamt fuhren 1999 an einem Normalwerktag rund 193.000 Personen mit den Fahrzeugen der VAG.

ÖPNV

An einem mittleren Werktag werden auf dem Gebiet der Stadt Freiburg rund 524.000 Kfz-Fahrten zurückgelegt. Davon entfallen

  • ca. 69.000 Fahrten (13%) auf den Durchgangsverkehr,
  • ca. 248.000 Fahrten (47%) auf den Quell- / Zielverkehr,
  • ca. 207.000 Fahrten (40%) auf den Binnenverkehr.

Neben den Kfz-Selbstfahrten werden pro Werktag noch 44.000 Wege durch Kfz-Mitfahrten zurückgelegt. Daraus resultiert für die Pkw-Fahrten der Freiburger Bevölkerung ein Besetzungsgrad von rund 1,25 Personen pro Pkw und Fahrt.

Das Stadtgebiet ist in drei Parkgebührenzonen eingeteilt:

Gebührenzone I: mit einer Kurzparkgebühr von 2,00 €/h umfasst die Innenstadt.
Gebührenzone II: mit einer Kurzparkgebühr von 1,50 €/h umfasst die derzeit bewirtschafteten innenstadtnahen Wohngebiete. Das gesamte übrige Stadtgebiet gehört, sofern bewirtschaftet, zur
Gebührenzone III: mit einer Kurzparkgebühr von 0,50 €/h.

In Freiburg wurden im Jahr 1999 insgesamt 4.652 Verkehrsunfälle registriert. Dabei wurden insgesamt 5 Personen getötet, 141 Personen schwer verletzt und 1.274 Personen leicht verletzt.

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