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Die Geschichte von "Drei5Viertel"

Gleich zu Anfang der Planung des neuen Stadtteils entschied der Gemeinderat, dass alle Kasernengebäude abzureissen wären (außer SUSI und Studentenwerk). Dadurch wurde es zusätzlich erschwert, einige Kasernen zur Schaffung preisgünstigen sozialen Wohnraums zu nutzen. Genau das war die Idee des Projekts „Drei5Viertel“: Der etwas seltsame Name rührt von der Idee, drei von noch verblliebenen fünf Kasernen im Viertel zu renovieren. Das Projekt hatte schon recht erfolgreich für seine Idee geworben, - zumindest für eines der drei Gebäude des Projkets lagen sogar schon Bankbestätigungen für die Finanzierung vor. Solche Bestätigungen sind nicht leicht zu erhalten.

Während es gut zehn Jahre dauerte, bis man einen Käufer für das EIngangsgrundstück „Mi1“ fand, wollte die Stadt dem Projekt Drei5Viertelll aber keine Fristverlängerung gewähren, um weitere Interessenten zu finden. Dann kam es zu einer denkwürdigen Gemeinderatssitzung:

Als der Gemeinderat über eine Fristverlängerung abstimmen sollte, brachte der damals verantwortiche Baubügrrmeister Dr. Schmelas für alle überraschend die Behauptung ins Spiel, das Projekt hätte von der Stadt eine Bürgschaft verlangt. Dies wurde ohne weitere Klärung von einer Mehrheit des Gemeinderat als naxchträgliche Forderung interpretiert und daher stimmte der Gemeinderat gegen das Projekt. Dass bei jedem Projekt sozialen Wohnungsbaus immer eine Bürgschaft der Stadt notwendig ist, es sich also um keine ausserordentliche Forderung handelt sondern schlicht um das Erfüllen der gesetzlichen Anforderungen, das liess man unter den Tisch fallen bzw. kam nicht zur Sprache.

Ob Herr Schmelas mit dieser „Bombe“ absichtlich bis zur Gemeinderatssitzung wartete oder ob es schlicht nicht über die Modalitäten beim sozialen Wohnungsbau indormiert sind, werden wir wohl nie erfahren. Vermutlich war es eine Mischung aus beidem, denn Herr Schmelas fiel auch anderswo nicht gerade als proaktiver Löser von Problemen auf.

Vom Bebauungsplan wäre es relativ leicht möglich gewesen, das Projekt zu integrieren, hatte doch der umgesetzte Siegerentwurf des Büro Kohlhoff & Kohlhoff auch die Integration der Kasernen in den Strassenplan ermöglicht.

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